FÜNF VOR ZWÖLF für ein Denkmal - Aktion
Am
Sonntag, den 13. September 2026,
stand der bundesweite Tag des offenen Denkmals auf Sylt im Zeichen des Protests. Unter dem Motto „Uns blutet das Herz“ rief eine Initiative bestehend aus Holger Thies, Roland Klockenhoff, Silke von Bremen, Edda Raspé, Anka Weber, Birte Wieda, Gritje Stöver, Sabine Striezel, Christiane Taprogge-Langer, Annette Kühl, Frank Rosemann (Musik), Sven Lappoehn vom Sölring Foriining u.a. zu einer Mahnveranstaltung auf.
Ziel ist es, auf den fortschreitenden Verfall und den Verlust historischer Bausubstanz durch spekulative Interessen aufmerksam zu machen.
Im Zentrum der Kritik steht die historische Kate am Twesk Diker 1 in Keitum.
Das vor 1878 errichtete Gebäude gilt als das landesweit letzte erhaltene „Stavenhaus“ (eine historische Vorform des Erbbaurechts) und ist städtebaulich von enormem Wert.
Sehenden Auges dem Verfall preisgegeben:
Die Aktivisten fordern den Eigentümer und die Politik zum Handeln auf, da für das akut vom Einsturz bedrohte Gebäude sprichwörtlich „Fünf vor Zwölf“ herrscht.
Mahnmal gegen Identitätsverlust:
Neben dem Twesk Diker 1 erinnern die Denkmalschützer an prominente Verluste der jüngeren Vergangenheit, wie den illegalen Abriss des Alten Gasthofs in List (Ende 2022).
Mehr als 130 Interessierte Insulaner und Gäste schlossen sich der Aktion und dem geführten Streifzug an.
Eröffnet wurde der Rundgang mit der Vorstellung eines neuen, anklagenden Werks „Unser Herz blutet“ von Ingo Kühl, auf dem alle Aktivisten und Sympathisanten unterschreiben konnten.
Das Bild "UNS BLUTET DAS HERZ" TWESK DIKER 1 mit allen Unterschriften wurde am 25. September der Bürgermeisterin Tina Haltermann für die Gemeinde Sylt von Edda Raspé und Ingo Kühl im Namen der Bürgerinitiative als Schenkung überreicht.
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Artikel in der Shz online vom 25. Sept. 2026





